Garagen Sanierung

In Deutschland sind die meisten Garagen in einer Fertigbauweise mit einem Flachdach errichtet worden. Die Bauweise ist zumeist recht solide und robust. Nach einigen Jahrzehnten der Standzeit und Nutzung können allerdings Sanierungsarbeiten anstehen, die aufgrund von Undichtigkeiten notwendig sind. Dreh- und Angelpunkt ist hierbei zu einem hohen Prozentsatz immer das Dach, das Feuchtigkeit eintreten lässt und zu weiteren Schäden führen kann. Hierzu sollte zuvor mit einer Sanierung Abhilfe geschaffen werden, damit es zu keinen größeren und kostenaufwendigen Baumaßnahmen kommt und der Garagenzustand auch im Alter erhalten werden kann.

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Garagendach Sanieren

Die meisten deutschen Garagen verfügen über ein Flachdach. Daneben gibt es seltener Sattel-, Giebel- und Walmdächer. Die Flachdachausführungen sind unterschiedlich. Zumeist haben die Flachdächer eine Kiesschicht, die nicht zum Begehen geeignet ist. Weitere gängige Dachausführungen sind Flüssigbeschichtung aus Kunststoff, eine Beschichtung aus Kautschukfolie oder eine eine Beschichtung mit Bitumendichtbahnen. Wahlweise sind flache Pultdachlösungen möglich.

Bei der Garagendachsanierung mit Flüssigbeschichtung muss das Dach zunächst mittels eines Hochdruckreinigers gereinigt werden. Schmutz und Moos müssen beseitigt werden. Zur Flüssigbeschichtung wird ein Armierungsvlies verwendet. Für Durchdringungen werden spezielle Manschetten verwendet. Hierdurch wird eine perfekte Abdichtung des Daches erzielt. Es kann im Anschluss der Kies aufgelegt werden. Ebenso ist es möglich, das Flachdach der Garage im Anschluss an die Abdichtarbeiten zu begrünen.

Kautschukfolie für die Sanierung des Garagendachs eignet sich sehr, weil Kautschuk ein überaus widerstandsfähiges Material ist. Die Kautschukfolie wird mit einem Überlappen aufgelegt. Dabei wird sie nicht großflächig verklebt. Die einzelnen Bahnen werden lediglich mit Spezieldichtbandkleber miteinander verklebt. Auf die Folie kann Kies aufgebracht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Flachdach zu begrünen.

Eine weitere Möglichkeit der Dachsanierung besteht im Verlegen von Bitumenbahnen, die bei der Verlegearbeit an der Unterseite erhitzt wird. Die Bahnen werden längs auf Stoß verlegt, wobei die Bahnenstoßkanten mittels eines Bunsenbrenners und einer Schweißbahn dauerhaft verklebt werden. Nach Abschluss dieser Arbeit werden weitere Bitumenbahnen quer zu den darunterliegenden verlegt und ebenfalls verschweißt. Die doppellagige Verlegung ermöglicht eine Dichtigkeit. Die Wandabschlüsse erfolgen über abgewinkelte Blechleisten. Anschließend besteht die Möglichkeit, das Dach zu begrünen oder mit Kies aufzufüllen.

Ohne alte Abdichtungen zu entfernen, kann auf das Dach einfach ein Blechpultdach aufgeschraubt werden, das Pflegeleichtigkeit und Dichtigkeit gewährleistet. Ein Blechpultdach ist vollkommen wartungsfrei. Darüber hinaus ist diese Alternative sehr beliebt, weil Sie schnell und ohne großen Aufwand bewerkstelligt werden kann.

Zur Dachbegrünung können spezielle Matten verwendet werden, die auf das abgedichtete Dach aufgelegt werden, um das Mikroklima zu fördern. Ob eine Kiesauflage erforderlich ist, hängt von der Garagenkonstruktion ab. Oftmals ist der Kies zur Beschwerung erforderlich. Darüber hinaus bietet Kies UV-Schutz und eine konstante Abdichtungstemperatur. Kies speichert zudem Wasser und fördert den Verdunstungsvorgang, so dass kein Wasser auf die Abdichtung gelangt, und somit eine langanhaltende Dichtigkeit des Daches gewährleistet ist.

Die Dachsanierung kann man mit den erhältlichen Baustoffen auch durchaus selbst durchführen, wenn man eine kostenintensive Arbeit durch einen Fachbetrieb umgehen will.

Garagenboden Sanieren

Auch ein stark abgenutzter Garagenboden lässt sich einfach und unkompliziert sanieren. Ein Betongaragenboden lässt sich leicht sanieren, wenn die Betonsohle noch tadelos ist. Sobald der Garagenboden bröckelt und sandig geworden ist, kommt eine Sanierung des Bodens nicht mehr in Betracht. Auch ein unterspültes Fundament eignet sich nicht mehr für eine Sanierung. In diesen Fällen ist ein Abriss und ein Garagenneubau erforderlich.

Leichtere Ausbesserungsarbeiten kann man durchaus selbst durchführen. Bei schweren Schäden, wie tiefen Rissen und anderen Schäden, die auf eine Unterspülung des Fundaments hindeuten, sollte eine Fachmeinung eingeholt werden. Das Schließen von Rissen ist nur nachhaltig sinnvoll, wenn die Betonsohle unbeschädigt ist. Sollte die Betonsohle des Garagenbodens nicht intakt sein, dann empfiehlt es sich stattdessen einen komplett neuen Betonboden einzubauen.

Betonrisse, die durch Verfüllen repariert werden können, werden mittels eines Betonschneiders bearbeitet und kraftschlüssig befüllt. Dies erfordert das Vorhandensein des notwendigen Werkzeugs und Sachkenntnis. Hierbei ist zu beachten, dass eine Reparatur unter Umständen unverhältnismäßig kostenintensiv sein kann im Vergleich zu einer Garagenbodenerneuerung. Leichte Unebenheiten im Boden können hingegen selbst repariert werden. Hierzu verwendet man selbstnivellierende Ausgleichsmassen. Derartige Ausgleichsmassen werden angerührt. Danach wird die Ausgleichsmasse auf die betreffenden Stellen im Boden gegossen und mit dem Spachtel verteilt. Die Ausgleichsmasse lässt selbständig eine glatte und ebene Oberfläche entstehen. Die verwendete Ausgleichsmasse muss für den nicht frostfreien Bereich geeignet sein. Kleinere Betonspachtelarbeiten können selbst durchgeführt werden. Die speziellen Betonspachtel für den Außenbereich können einfach und unkompliziert verarbeitet werden.

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Der Betonboden kann im Nachgang beschichtet oder versiegelt werden. Es gibt Beschichtungen auf Epoxidharzbasis und auf Kunststoffbasis. Für Garagenböden eignen sich durchaus Zweikomponentenprodukte. Sie sind nachhaltiger und haltbarer. Darüber hinaus kann der Garagenbetonboden auch versiegelt werden. Eine Bodenversiegelung macht den Boden insgesamt resistenter gegen Schmutz und Abrieb. Als optischer Blickfang werden auch PVC-Fliesen für den Garagenboden eingesetzt.

Garagenwand Sanieren

Oftmals führt eine Undichtigkeit im Dach und eine unzureichende Belüftung in der fensterlosen Garage zu Feuchtigkeit an und in den Wänden. Um Feuchtigkeitsschäden entgegenzutreten ist es erforderlich, die Garage möglichst trocken zu halten. Eine feuchte Garage führt zu Schäden am untergebrachten Fahrzeug, weil es aus Blech oder Metall besteht und sich durch die Feuchtigkeit Rost bilden kann. Auch kann es aufgrund der Feuchtigkeit zu Schäden im Innenraum des Fahrzeugs kommen. Ein feuchter Raum kann der Elektronik schaden. Bei eingelagerten Elektrogeräten in der Garage kann es ebenfalls bei hoher Feuchtigkeit zu Schäden kommen. Eine feuchte Garage kann mittels eines Garagentrockners getrocknet werden. Dies sichert kurzfristig Erfolge, eignet sich allerdings nicht für den dauerhaften Einsatz.

Um eine Garage trocken zu erhalten, empfielt es sich für den langfristigen Erfolg, eine Sanierung der Wände vorzunehmen. Darüber hinaus sollten Vorrichtungen für eine Luftzirkulation geschaffen werden. Hierzu eignen sich, neben der regelmäßigen Lüftung der Garage, auch entsprechende Lüftungsschlitze. An den feuchten Wänden der Garage muss der feuchte Putz entfernt werden, um einer zusätzlichen Schimmelbildung entgegenzutreten. Nach Trocknung der Wände sollte ein Putz aufgetragen werden, der sehr kalkhaltig ist. Oftmals wird auch ein spezieller Kalkanstrich eingesetzt.

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Sanierung eines bestehenden Garagentores

Bei der Garagentorsanierung sollte man sehr genau den Kostenfaktor beachten. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich die Normgrößen der Tore verändert. Ein Toraustausch ist nicht mehr einfach ohne Umbaumaßnahmen möglich und sehr kostspielig. Sollte sich das Tor, je nach Material und Schaden, nicht reparieren oder anderweitig Instand setzen lassen und nur Abhilfe durch die Anschaffung eines neuen Tores geschaffen werden können, dann besteht zum einen die Möglichkeit, die Garagenöffnung umzubauen oder eine Torsonderanfertigung zu beauftragen.

Bei der Sanierung eines vormaligen Schwingtores sollte darüber nachgedacht werden, ob der Austausch durch ein Sektionaltor interessant ist, was aufgrund der Konstruktionsweise seitlich mehr Platz verschafft. Zusätzlich müssen Sie nicht mehr aus dem Fahrzeug aussteigen, um das Garagentor zu öffnen. Die passenden Handsender und Programmierungen werden Ihnen gleich mit dem neuen Tor mitgeliefert.

Garagenausbau

Eine Garage kann auch anderweitig genutzt werden, als ausschließlich als Unterstellraum für das Fahrzeug. Beispielsweise können Sie die Garage als Wohn-/Party-/Büro- oder Werkstattraum nutzen. Je nach Lage und Beschaffenheit der Garage ist auch eine Doppelnutzung der Garage durch Umbau möglich, so dass Sie die Garage auch weiterhin primär als Unterstellplatz für die Fahrzeuge nutzen können. Ein Flachdach einer Garage bietet Raum, um durch zusätzliche Aufbauten einen Ausbau durchzuführen. Je nach Nutzungszweck eignet sich der zusätzlich geschaffene Raum als Hobbyraum oder Gästezimmer. Hierzu wird das Flachdach der Garage genutzt, um hierauf ein weiteres Dach aufzusetzen. Dieser Dachaufbau wird dann innen weiter ausgebaut. Ein komplettes mehrstöckiges Haus kann auf einem Garagendach statisch eher nicht errichtet werden. Allerdings ist die Schaffung eines zusätzlichen Raumes auf einem Garagenflachdach durchaus möglich. Eventuell möglich ist allerdings ein kompaktes leichtes Holzblockhaus auf das Flachdach der Garage zu stellen.

garagenausbau

Hinsichtlich der Baupläne für einen Garagenaufbau und Garagenausbau sollte eine Baugenehmigung eingeholt werden. Schon hinsichtlich der Nutzung ergeben sich bei Aufbauten und Umbaumaßnahmen Nutzungsänderungen, die genehmigt werden müssen. Wichtigstes Kriterium für die Umsetzung Ihrer Bauvorhaben ist die Statik der Garage. Insbesondere die Tragfähigkeit des Garagendaches ist sehr bedeutsam und kann dazu führen, dass sich die Pläne nicht umsetzen lassen. Aus diesem Grund ist eine statische Berechnung unablässig. Empfehlenswert ist es, einen Tragwerksplaner mit weitreichenden Erfahrungen im Baurecht hinzuzuziehen. Auch ein Architekt liefert zusätzlich Hilfestellungen, bei der Planung und Umsetzung des Bauvorhabens. Die Tragfähigkeit des Daches ist insbesondere bei Fertiggaragen oftmals nicht ausreichend, um irgendwelche Aufbauten vornehmen zu können. Selbst bei massiv gemauerten Garagen ist die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion sehr gering. Dies ist bedingt durch den ursprünglichen Verwendungszweck der Garage. Beim Garagenbau wurde auf eine besondere Dachtragfähigkeit gar kein Wert gelegt und dieser Punkt auch vollkommen vernachlässigt. Baulich lässt sich die Garagenkonstruktion praktisch zwar verstärken. Dies ist allerdings vom Einzelfall abhängig. Unabhängig von der Machbarkeit einer Verstärkung, sind derartige Bauausführungen mit einem enormen Arbeitsaufwand und sehr hohen Baukosten verbunden.

Für den Auf- und Ausbau der Garage sollte eine passende Isolierung gewählt werden. Darüber hinaus ist die Frage der Strom-, Wasser- und Heizungsversorgung zu klären. Sollte die Garage über keinen Wasseranschluss und auch keinen Stromanschluss verfügen, müssen diese Anschlüsse gelegt werden. Darüber hinaus ist die Heizungssituation klärungsbedürftig. Insbesondere wenn die Garage unbeheizt ist, könnte ein Anschluss an ein bestehendes Heizungssystem vorgenommen werden. Wenn die Ausbauräumlichkeiten nur selten genutzt werden und sich der Installationsaufwand wirtschaftlich nicht lohnt, ist auch die Verwendung einer Infrarotheizung denkbar, die nicht installiert werden muss. Eine Infrarotheizung benötigt lediglich eine Steckdose. Nach dem Einschalten gibt die Infrarotheizung bereits Wärme ab. Die Handhabung und Bedienung der Heizung ist einfach.